A day in the life of a fool
"hast du mal feuer?"
nicken und herumkramen.
"mh, danke."
es wird feuer entfacht, gezogen und ausgeatmet.
"vielen dank" das feuerzeug wird zurückgereicht. pause.
"schöner tag heute?" ein blinzeln, ein zug.
"ja, bestimmt" stellungswechsel, gewicht wird auf das rechte bein verlagert, die rechte hand übernimmt die kontrolle über die zigarette.
"bist du am heimweg?" frage ich, ernsthaft interessiert.
"mhm. ich arbeite in dem schuhladen dort drüben" ein fingerzeig, mein blick folgt. "hab mir heute ein paar gutstunden genommen, denn ich fühle mich nicht besonders" (ich wusste es!)
"jaja, die grippe geht um in diesen tagen."
"ich hörte davon. sollte man sich impfen lassen?"
"ich denke nicht.."
"ich auch nicht."
schweigen, schnippe an der zigarette, obwohl der wind schon die asche verweht hat. ich mustere sie verstohlen; sie scheint sehr hübsch zu sein. ich erahne ihre nächste bewegung und schaue schnell die alte frau hinter ihr an.
"wohnst du hier?" fragt sie, auf meine nase blickend.
"neinnein, ich wohne in der pfarrgasse, ein paar busstationen von hier."
"mh, so ein zufall! bin dorthin gezogen vor kurzem."
"ach ja?" mein herzschlag fühlt sich komisch an.
"ja! nummer 34, ich bin mit meiner mutter dort hin gezogen, nach der scheidung meiner eltern wählte ich sie zu meinem vormund." ich nicke und versuche, einen möglichst interessierten gesichtsausdruck zu zeigen. gleichzeitig fällt mir die zigarette aus der hand.
"ich wohne 32, schon immer. werd wohl niemals dort wegkommen." ich lächle, sie lächelt auch. fühle mich... entzückt. und das mit der zigarette ist mir peinlich. der bus erscheint heimtückisch von links und wir steigen ein.
"bittesehr" mein arm weist ihr den weg zum fensterplatz, setze mich neben sie. ihre körperwärme fühlt sich gut an, trotz eines anstands-abstands. ihr parfum (passions?). es wehen braune zeitungsblätter (der standard) von den herbstbäumen, zu dieser jahreszeit eher ungewöhnlich.
wir passieren mehrere stationen, sie blickt links aus dem fenster. ich versuche, den blicken der anderen fahrgäste auszuweichen. zwei oder drei mal schauen wir uns kurz an. dann die kurve und unsere station.
wir sind zu hause. jeder für sich. alles beim alten, denke ich mir und wecke meine katze auf. morgen - beim nächsten mal - irgendwann - wird es bestimmt besser sein, sage ich zu ihr und nehme einen grossen bissen.

nicken und herumkramen.
"mh, danke."
es wird feuer entfacht, gezogen und ausgeatmet.
"vielen dank" das feuerzeug wird zurückgereicht. pause.
"schöner tag heute?" ein blinzeln, ein zug.
"ja, bestimmt" stellungswechsel, gewicht wird auf das rechte bein verlagert, die rechte hand übernimmt die kontrolle über die zigarette.
"bist du am heimweg?" frage ich, ernsthaft interessiert.
"mhm. ich arbeite in dem schuhladen dort drüben" ein fingerzeig, mein blick folgt. "hab mir heute ein paar gutstunden genommen, denn ich fühle mich nicht besonders" (ich wusste es!)
"jaja, die grippe geht um in diesen tagen."
"ich hörte davon. sollte man sich impfen lassen?"
"ich denke nicht.."
"ich auch nicht."
schweigen, schnippe an der zigarette, obwohl der wind schon die asche verweht hat. ich mustere sie verstohlen; sie scheint sehr hübsch zu sein. ich erahne ihre nächste bewegung und schaue schnell die alte frau hinter ihr an.
"wohnst du hier?" fragt sie, auf meine nase blickend.
"neinnein, ich wohne in der pfarrgasse, ein paar busstationen von hier."
"mh, so ein zufall! bin dorthin gezogen vor kurzem."
"ach ja?" mein herzschlag fühlt sich komisch an.
"ja! nummer 34, ich bin mit meiner mutter dort hin gezogen, nach der scheidung meiner eltern wählte ich sie zu meinem vormund." ich nicke und versuche, einen möglichst interessierten gesichtsausdruck zu zeigen. gleichzeitig fällt mir die zigarette aus der hand.
"ich wohne 32, schon immer. werd wohl niemals dort wegkommen." ich lächle, sie lächelt auch. fühle mich... entzückt. und das mit der zigarette ist mir peinlich. der bus erscheint heimtückisch von links und wir steigen ein.
"bittesehr" mein arm weist ihr den weg zum fensterplatz, setze mich neben sie. ihre körperwärme fühlt sich gut an, trotz eines anstands-abstands. ihr parfum (passions?). es wehen braune zeitungsblätter (der standard) von den herbstbäumen, zu dieser jahreszeit eher ungewöhnlich.
wir passieren mehrere stationen, sie blickt links aus dem fenster. ich versuche, den blicken der anderen fahrgäste auszuweichen. zwei oder drei mal schauen wir uns kurz an. dann die kurve und unsere station.
wir sind zu hause. jeder für sich. alles beim alten, denke ich mir und wecke meine katze auf. morgen - beim nächsten mal - irgendwann - wird es bestimmt besser sein, sage ich zu ihr und nehme einen grossen bissen.

mart - 4. März, 14:06 // $111 // kategorie: A day in the life of a fool

