Das Beste an Weihnachten
"Da muss der Teufel seine pelzige Hand im Spiel haben!", denke ich mir jedes mal wenn ich ausgerechnet vor einem Nachtdienst um 8 Uhr erwache. Ausgerechnet ich, der gerne bis zum Einbruch der Dunkelheit das Bett hütet (oder die Couch). Eine wahrliche Sauerei ist das.
Einer der spärlichen Vorteile des katholischen Mitteleuropa ist aber, dass im Feiertagsprogramm (Ostern, Z'Weihnachten) der meisten TV Sender mindestens ein so genannter JESUSFILM zu sehen ist. Welch schöne Sache aber! Es ist eine erwärmende Tradition, sich die 50er, 60er Jahre Jesusfilme anzusehen (oder von mir aus Mosesfilme), danach den Computer zu bedienen und im Paintbrush Jesusbilder zu malen. Der Onkel G., der damals Mitte der 90er Jahre dieser Tradition Grundstein legte, war ein Meister des Mausschwungs in diesen Belangen. Windows 3.11 auf einem 386er (oder gar 286er Roland?) erzeugte Handtellergroße Pixel, und dazu eine Kugelmaus mit einer Auflösung von vielleicht 50 dpi ... harhar. Es ist fast Schade, dass keines der Werke die Zeiten überdauert hat. Wenn ich mich aber recht erinnere, wurde selten ein Bild gespeichert!
Nicht mal annähernd...

In den letzten Jahren hat Weihnachten für mich fast völlig an Bedeutung verloren. Sogar die Vorweihnachtszeit, die immer eine sehr spannende war und – wie es sich eigentlich gehört – den Höhepunkt am 24ten hatte, ging zwischen freien Tagen und Diensten fast unbemerkt vorüber. Würden nicht penetrante Werbespots und hysterische Konsumenten daran erinnern, hätte ich die ausgetrockneten Adventkränze und pornographisch blinkende Balkon-Krippenspiele glatt übersehen. In der Kindheit, als man sich noch nicht wirklich sicher war ob es nicht DOCH ein Christkind gibt, man aber schon elterliche Kästen und Laden durchsuchte; man hinter geheimnisvollen Gesten und heimlich beobachteten spätabendlichen Aktivitäten der Eltern schon das Geschenkpapier im Geiste zerriss... Ich bin heute noch sehr glücklich über Weihnachten '89 (könnte auch 90 gewesen sein) als ich das Packerl mit dem NINTENDO nicht schon vorher entdeckt habe, und dann bei der Bescherung fast Ohnmächtig wurde vor Extase! Ich mein, ein NES! Mit Rad-Racer inkl. 3D-Brille (!) und Alpha Mission! Hat wohl ein vermögen damals gekostet.
Leider macht es auch keinen Spaß, die Leute zu beobachten wie sie sich zerfleischen und ins Unglück stürzen vor lauter kaufen kaufen kaufen. Oder die Freude, ein Geschenk für jemanden zu suchen, auch das bleibt mir verborgen. Ich, der schlechteste Schenker.
Das alles führt natürlich dazu, dass der Weihnachts-TamTam dann soweit lästig wird, dass man schon beim hören von „Frohe Weihnachten“ und Variationen zusammen zuckt und nur eine zwischen den Lippen hervor gepresste Antwort zusammenbringt.
Nicht nur der Form und Tradition halber werde ich dennoch jetzt den abschließenden Satz herschreiben. Man vermutet, nein, erwartet es schon von einem Blogeintrag zu dieser Zeit, und dies soll keine Ausnahme sein. Also für alle, die sich in Weihnachtsstimmung befinden trotz all den Enttäuschungen oder schlechten Zeiten, sie allein sind oder gerade die Krebsdiagnose mitgeteilt bekommen haben, ein naher Verwandter oder (für die Einsamen) das Haustier verstorben ist...
Frohes Fest :)
Einer der spärlichen Vorteile des katholischen Mitteleuropa ist aber, dass im Feiertagsprogramm (Ostern, Z'Weihnachten) der meisten TV Sender mindestens ein so genannter JESUSFILM zu sehen ist. Welch schöne Sache aber! Es ist eine erwärmende Tradition, sich die 50er, 60er Jahre Jesusfilme anzusehen (oder von mir aus Mosesfilme), danach den Computer zu bedienen und im Paintbrush Jesusbilder zu malen. Der Onkel G., der damals Mitte der 90er Jahre dieser Tradition Grundstein legte, war ein Meister des Mausschwungs in diesen Belangen. Windows 3.11 auf einem 386er (oder gar 286er Roland?) erzeugte Handtellergroße Pixel, und dazu eine Kugelmaus mit einer Auflösung von vielleicht 50 dpi ... harhar. Es ist fast Schade, dass keines der Werke die Zeiten überdauert hat. Wenn ich mich aber recht erinnere, wurde selten ein Bild gespeichert!
Nicht mal annähernd...

In den letzten Jahren hat Weihnachten für mich fast völlig an Bedeutung verloren. Sogar die Vorweihnachtszeit, die immer eine sehr spannende war und – wie es sich eigentlich gehört – den Höhepunkt am 24ten hatte, ging zwischen freien Tagen und Diensten fast unbemerkt vorüber. Würden nicht penetrante Werbespots und hysterische Konsumenten daran erinnern, hätte ich die ausgetrockneten Adventkränze und pornographisch blinkende Balkon-Krippenspiele glatt übersehen. In der Kindheit, als man sich noch nicht wirklich sicher war ob es nicht DOCH ein Christkind gibt, man aber schon elterliche Kästen und Laden durchsuchte; man hinter geheimnisvollen Gesten und heimlich beobachteten spätabendlichen Aktivitäten der Eltern schon das Geschenkpapier im Geiste zerriss... Ich bin heute noch sehr glücklich über Weihnachten '89 (könnte auch 90 gewesen sein) als ich das Packerl mit dem NINTENDO nicht schon vorher entdeckt habe, und dann bei der Bescherung fast Ohnmächtig wurde vor Extase! Ich mein, ein NES! Mit Rad-Racer inkl. 3D-Brille (!) und Alpha Mission! Hat wohl ein vermögen damals gekostet.
Leider macht es auch keinen Spaß, die Leute zu beobachten wie sie sich zerfleischen und ins Unglück stürzen vor lauter kaufen kaufen kaufen. Oder die Freude, ein Geschenk für jemanden zu suchen, auch das bleibt mir verborgen. Ich, der schlechteste Schenker.
Das alles führt natürlich dazu, dass der Weihnachts-TamTam dann soweit lästig wird, dass man schon beim hören von „Frohe Weihnachten“ und Variationen zusammen zuckt und nur eine zwischen den Lippen hervor gepresste Antwort zusammenbringt.
Nicht nur der Form und Tradition halber werde ich dennoch jetzt den abschließenden Satz herschreiben. Man vermutet, nein, erwartet es schon von einem Blogeintrag zu dieser Zeit, und dies soll keine Ausnahme sein. Also für alle, die sich in Weihnachtsstimmung befinden trotz all den Enttäuschungen oder schlechten Zeiten, sie allein sind oder gerade die Krebsdiagnose mitgeteilt bekommen haben, ein naher Verwandter oder (für die Einsamen) das Haustier verstorben ist...
Frohes Fest :)
mart - 24. Dezember, 13:07 // $212 // kategorie: ann0uncement

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@mart: echt ein schöner beitrag, aber jetzt erst gesehen...hinzuzufügen gibts: egal, was man tut, man kann dem weihnachtsrummel nicht wirklich entkommen. ich hab dieses jahr nicht gefeiert, sondern mich in andere gefilde (nicht nur geistig) vertschüsst, aber selbst dort wurde ich von dem ganzen rummel eingeholt...jetzt ists aber zum glück wieder vorbei. nächste woche gibts im supermarkt dann sicher schon osterhasen zu kaufen :)